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Samstag, 30. Mai 2015

Das zweite Paar Schuhe

..... wäre dann auch fertig.
Das "Männer - Paar" - daher habe ich auch dickeres Leder genommen.
Jetzt sind wir mal auf den ersten Einsatz auf "historisch belegtem Untergrund" gespannt.Wie lange es dauert, bis diese durchgelaufen sind,  etc.

Das erste Paar selbstgemachte Schuhe

.... vom Typ Lucas 3 ist fertig.
Material: weisses Ziegenleder aus der Reste - Kiste sowie Lederschnur.
Arbeitszeit: etwas über eine Stunde.Das viele Lochen ist anstrengend ;-)

Dienstag, 26. Mai 2015

Hurra Hurra !

Der Stoff ist da ! :-D

Eine Ladung für Ferun, eine Ladung für Gamhart :-)
Dann kann es jetzt ja losgehen !

Montag, 25. Mai 2015

Heiliges Wasser .....

Bei der Wallfahrtskirche Maria Siebenbrünn in Radendorf entspringen sieben Quellen, die nördlich der Kirche gefasst werden. Das Wasser fließt hier über eine Holzrinne ab, wo man es ohne Probleme abfüllen kann. Das Wasser hat keinen besonderen Eigengeschmack und hält sehr lange.





Legende, Geschichte, Sage:

Die sieben Quellen, die unter der Wallfahrtskirche entspringen, versorgen einen Teil der Radendorfer mit Trinkwasser und es gibt in der Bevölkerung die Meinung, dass jene, die mit dem Wasser aus Maria Siebenbrünn beliefert werden, eine höhere Lebensqualität hätten.

Die Wallfahrer früherer Zeiten, die zum Luschariberg nach Italien zogen, legten hier stets eine Pause ein. Es war Brauch, um den Altar der Wallfahrtskirche zu gehen und vom Wasser zu trinken.

Jetzt kann man natürlich darüber debatieren, ob dies eine "christliche gesegnete Quelle" der Jungfrau Maria ist, oder nicht doch "nur" ein Wunder der Natur, welche die Menscheit mehr schätzen sollte.Es wäre vielleicht auch kein Fehler, sich bei Mutter Natur für diese Gabe zu bedanken, anstatt ein dickes Plus dem nächstbesten Heiligen auf die Liste zu setzen ! 

Natürlich haben wir uns auch etwas mit nach Hause genommen, Allerdings nicht zur persönlichen Bereicherung, sondern um den Göttern für dieses Geschenk zu danken und um es in diverse Feierlichkeiten einzubinden.Wie das Heiden eben so tun ;-)


Sonntag, 24. Mai 2015

Auf Beutezug an der Gail

Was macht der Alamanne im Urlaub ? Richtig - er geht spazieren und lässt sich von seinen Gastgebern die schönsten Plätze der Natur zeigen. Ich liebe und vermisst zwar meine Heimat, aber Natur ist schließlich überall schön.


Nach einem Spaziergang um den Silbersee - Nein, Schatz haben wir keinen gefunden - ging es an die Gail. 

Dort fand ich dann auch so allerhand Schätze:  Treibholz, Steine, sogar Knochen - die Gail bietet nämlich auch ein paar schöne Grillplätze  ;-)
Auch wenn das unsere Mitspaziergänger immer wieder irritiert, finden wir es doch ganz normal, dass man sich über sauber ausgehöhlte Knochen und "schickes Treibholz" aus dem Unterholz / der Uferböschung freut :-D
Oder eben darauf, sich ein schickes Mobile aus demselben zu basteln  ;-)



Donnerstag, 21. Mai 2015

Zeigt her eure Schuhe :-D

Da Ich ja kein so großer Fan vom Stillsitzen bin und es mir so schnell todlangweilig wird beim warten, war Ich der Meinung, Ich setze mich mal an Schuhe.

Beim recherchieren von passenden Schuhen, welche ich selbst anfertigen kann,  bin ich auf die sogenannten "Lucas Shoes Type 3" Aus dem frühen Irland / Schottland gestoßen.Durch viele verschiedene Fundorte mit verschiedenen Datierungen werden diese Schuhe sowohl den Kelten als auch den späten Wikingern in Haithabu zugeordnet.
Es fanden sich dem hier verwendeten Schnittmuster ähnliche Schuhe in Ione, Dundorn, Buiston und Dowalton Loch in Schottland.Die Datierung für die Schottischen Schuhe reicht vom späten 6.ten Jahrhundert bis zum frühen 7.ten Jahrhundert.
Weitere Fundgebiete gibt es in Hudarskogvar " und " Skaegver " auf den Färöern, In London, Thornton und Winchester ( 10.tes Jahrhundert), datiert auf die Bronzezeit für Dänemark, Novgorod( bekannt als Porshni)12.- 14.tes Jahrhundert, und in Haithabu 8.- 10.tes Jahrhundert.

Diverse Autoren sind der ausserdem der  Meinung, daß diese "Schnittmuster" bereits früh in Rom verwendung fanden.Leider kann Ich keine Ausreichenden Belege für diese These finden.

Weitere Infos siehe hier: https://books.google.de/books?id=H-0hM1yexioC&pg=PA74&lpg=PA74&dq=lucas+shoes+Type+3&source=bl&ots=tnAYkj5eey&sig=hEZf1YhtbZgrYqp4azE-pczKEt4&hl=de&sa=X&ei=IideVe2CLYG5sQGli4GIBA&ved=0CEEQ6AEwBg#v=onepage&q=lucas%20shoes%20Type%203&f=false

Hier http://www.texascoritani.com/articles/footwearinireland/

und Hier: https://sites.google.com/site/archoevidence/home/shoes-part-1



 Mein Interesse gilt hauptsächlich diesen 2 Varianten:


Es folgten ein paar erste "Schnittmuster" auf Zeitung - jaaaa, Ich bin vorsichtig geworden mit solchen Hauruck - Aktionen ;-)


Weiter ging es dann mit den Resten einer ehemaligen Sofadecke, dabei kam dann das raus:





Der halboffene Lucas


wobei der Lederbändel eher etwas abgewandelt wurde, Ich wollte ihn nicht zerschnippeln, aber die Version der Schnürung macht durchaus auch Sinn.


Der geschlossene Lucas - Typ 3:




Auch hier der Bendel zur Anprobe um die Fessel abgeändert,
Interessant an diesem Model: Die Überlappungen durch die Art der Schnürung könnte nach dem Einfetten des Leders eine ziemlich dichte "Naht etstehen"Die Raffung stört weniger als gedacht und bietet noch bequem Platz für Strümpfe, Wadenwickel und dergleichen.
Es besteht die Überlegung, an den Zehen eine doppelte Schnürung zu beginnen, diese dann am Ende der vorderen Links und Rechts an der Fessel entlang zu führen. 

Sobald es was vorzeigbares gibt, stell ich hier ein Update rein ;-)


Mittwoch, 20. Mai 2015

An die Nadel - fertig - los !

Die (zukünftige) Alamannin hat ihr Geburtstagsgeld natüüüüüürlich in Stoff angelegt
:-D

Passiert eben, wenn man an der Nadel hängt ;-)

Jaaajaaa - Ich weiß genau, was Ihr euch jetzt denkt.....! 
Gemeint ist aber: Demnächst wird losgenäht!

Der Plan: 

ein Offenes Klappenkleid aus leichtem Fischgrat - Wollstoff.

Unterwegs sind die Farben Honiggelb ( mitte)  und Dunkle Beere ( ganz links).



Ich habe mich noch nicht entschieden, was zum Unterkleid und was zum Klappenkleid wird, Ich tendiere aber dazu, aus dem Honiggelben ein Unterkleid und dem Beerenton das Klappenkleid zu nähen.....schauen wir mal 

Beim Schnitt des Kleides orientiere ich mich an diesem Schnitt:


Dieser Schnitt hat den Vorteil, dass das Mantelkleid vorerst auch ohne Fibel nach Grabfund aus Gammertingen, welche in Sonderanfertigung hergestellt werden müssen, durch den Gürtel verschlossen tragbar ist.

Weitere Info´s zu den dazugehörenden Strümpfen, dem Gürtel samt dazu gehörendem Gehänge werde Ich euch jeweils vor und nach der Fertigstellung hier einstellen.







Hier geht´s zu Gamhart´s Möbelschmiede :

http://ferunundgamhart.blogspot.de/p/gamharts-mobel-schmiede.html

Die Quellen meines Wissens:

Am Anfang war das Ei - oder doch das Huhn ???

Nach einem guten halben Jahr Recherche in Büchern wie:

Der Reihengräberfund von Gammertingen - Johann W. Gröbbels

Alamannische Siedlung und Kultur Reihengräberfeld in Gammertingen - Frauke Stein

Die Alamannen in Zollernalbkreis - Inauguraldissertation von Georg Schmitt

Die Alamannen - Karlehinz Fuchs, Martin Kempa, Rainer Redies

Die Alamannen Archäologie eines lebendigen Volkes - Rainer Christlein

Die Alamannen  Krieger-Siedler-frühe Christen - Karin Krapp

Imperium Romanum Römer, Christen, Alamannen - die Spätantike am Oberrhein - Badisches Landesmuseum

diverse Bände Archäologische Ausgrabungen in Baden - Württemberg - verschiedene Autoren

Ausgrabungen in Deutschland Teil 2 - verschiedene Autoren

Textilfunde der Eisenzeit - Karl Schlabow

Diverse Nachrichtenblätter des Landesdenkmalamtes - verschiedene Autoren

Der runde Berg bei Urach - Dieter Quast

Alamannen zwischen Bodensee und Main : Schwaben im frühen Mittelalter - Christoph Morrissey

Römer, Alamannen, Christen : Frühmittelalter am Bodensee; Ausstellungskatalog /
[Hrsg.: Amt für Archäologie des Kantons Thurgau. Red.: Urs Leuzinger. Mit Beitr. von Andrea Bräuning ...]
- Frauenfeld : Amt für Archäologie des Kantons Thurgau, 2013

Großgrabhügel der älteren Eisenzeit Zwischen West und Ost eine Annäherung - S. Hansen

Stammbaum und Ausbreitung der Germanen - Dr. Ludwig Wilser

Liebe und Ehe bei den vorchristlichen Germanen - Gustav Neckel

                                              und der unvermeidlichen Germania von Tatcitus

Habe Ich mich spontan entschieden KEINE Grabdarstellung anzustreben ! :-D

Wir werden uns in Region Balingen / Gammertingen im 6.ten Jahrhundert an diversen Grabfunden orientieren.
Es wird kein wildes durcheinander im Sinne von: könnte / möglicherweise / Handel / .... stattfinden, sondern nur eine auf Funde aus obiger Region und Zeit genannte Rekonstruktion angestrebt.